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Hoch-Genüsse in der Heimat des Knödels
St. Johann in Tirol deckt den Tisch für Alpen-Gourmets
ab 9.00 Uhr
Trachtengruppe Hauser
Musik, Tanz und Unterhaltung auf dem Kirchplatz
13.00 Uhr
Einmarsch der Festwirte
Eröffnung des 29. Knödelfestes
5 Musikkapellen unterhalten bis 22 Uhr
Einmal im Jahr pilgern Knödel-Fans nach St. Johann in Tirol. Denn zu Füßen des Kaisergebirges sind am 25. September 2010 die Alpen-Gourmets König, wenn am längsten Knödeltisch der Welt 18 Wirte in acht Stunden 22.000 Knödel in 23 Geschmacksrichtungen servieren.
Getrocknete Semmel, fein geriebene Kartoffel, Eier, ‚Salz, Pfeffer, eine Prise Muskat oder Majoran, etwas Milch und viel frische Kräuter – das ist das Grundrezept, aus dem die besten Knödel sind. „ Aber mehr noch als auf die Zutaten kommt es auf das richtige Händchen beim Würzen und Formen an“, schmunzelt ein Festwirt.
„Die Rezepte“, verrät der passionierte Wirt „stammen meist von unseren Müttern und Großmüttern“.
Was im Jahr 2010 als besondere Spezialität gekocht oder gedampft, gebraten od. geschmort und 70 bis 150 Gramm schwer auf den 300 Meter langen Tisch in der romantischen Flaniermeile der St. Johanner Innenstadt kommt, ist der Tiroler Geschichte ein Arme-Leute-Mahl aus der Bauernküche. „Im Knödel konnte die Mutter alles verarbeiten, was es auf dem Hof selber gab oder was an Resten übrig war“, erzählt ein weiterer Festwirt. Die Tiroler Bäuerinnen waren dabei immer schon erfinderisch, variierten die Grundzutaten mit Topfen (Quark), Käse, Speck oder Früchten, servierten Knödel mal herzhaft, mal süß.
Zahlreiche alte Rezepte wurden von den St. Johanner Köchen in den vergangenen drei Jahrzehnten neu entdeckt. Neben dem bekannten „Speckknödel“, der von Tirol aus seinen Siegeszug um die Welt startete, stehen die „Kasknödel“ (oder – wegen Ihrer Fleischlosigkeit – auch „Fastenknödel“ genannt), die gefüllten „Selchfleischknödel“, die herbstlichen „Schwammerlknödel“ und die vegetarischen „Spinatknödel“ hoch im Kurs der Knödelfans. Wer es besonders deftig mag, greift nach „Rauchkuchlknödeln“, denen herzhaft geräucherter Speck und eine Prise Knoblauch den besondern Geschmack geben; wer eher auf Süßes steht, kann sich Topfen-, Marillen oder Germknödel auf der Zunge zergehen lassen.
Das Fest findet bei jeder Witterung statt. - Eintritt: Euro 3,00
25. September 2010
29. Knödelfest

09. September 2010
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